Obermarkersdorf

Die Geschichte

Obermarkersdorf Festschrift 1989 Festschrift
zur
500-Jahr-Feier der Markterhebung

Obermarkersdorf
1489 -1989

herausgegeben von der Großgemeinde Stadt Schrattenthal
nach den, von vielen Mitbürgern, Institutionen und Vereinen
zur Verfügung gestellten Unterlagen, bearbeitet und zusammengestellt von
Erich B. Cvek

Obermarkersdorf Wappen


FotosHistorische Bilder von Obermarkersdorf
Beitrag von Martin Schrejma


Die windgeschützten, sonnigen Lagen am Südosthang des Manhartsberges, haben schon in grauer Vorzeit, insbesonders wenn ein Bach, wenn Wasser in der Nähe war, zum Siedeln eingeladen. Spuren einer Besiedelung weisen zurück bis in die Steinzeit. Diverse Funde in unserer Umgebung aus der Bronzezeit (1800-1000 v. Chr.) sind der Aunjetitzer Kultur, einem indogermanischen Kulturkreis zuzuordnen. Von illyrischen Stämmen wurde unser Gebiet während der älteren Eisenzeit (1000 - 400 v. Chr.) besiedelt. Verschiedene Flurbezeichnungen und Flußnamen mit den Endungen -a/a, -a;'a, -aya (Thaya) geben hievon Kunde. Um etwa 400 v. Chr, kam der keltische Stamm der Boyer in die Gebiete Böhmen, Mähren sowie des nördlichen Niederösterreichs. In der Gegend zwischen Raabs und Retz siedelte sich ein Teilstamm derselben, die Rakaten an.

Mitte des 1. Jahrhunderts u. Z. verdrängten die Quaden die Kelten aus dem Weinviertel. Diese bestellten fast 400 Jahre als Ackerbauern unseren Boden. Mit dem Einfall der Hunnen begann Ende des 4. Jahrhunderts die Zeit der Völkerwanderung. Ihnen folgten Goten, Rugier, Heruler und Langobarden.

Anfang des 7. Jahrhunderts entstand nördlich der Donau das Großmährische Reich. Unter dem Ansturm der Magyaren 906, brach das Reich zusammen. Erst 955 wurden die Magyaren vom deutschen Kaiser Otto I, dem Großen besiegt. Die Babenberger drängten sie im Jahr 1018 bis östlich der Leitha zurück.

Während dieser Kämpfe erstarkten im Norden der Donau die beiden slawischen Völker der Tschechen und Polen. Gegen ihre Bestrebungen, die Herrschaft bis zur Donau auszudehnen, kämpften die deutschen Kaiser erfolgreich an. In dieser Zeit gelang es den Babenbergern die Nordgrenze ihrer Mark bis zur Thaya auszudehnen. Im Frieden von Regensburg 1041 wurde diese natürliche Grenze bestätigt. In der Folge wurden bei uns Franken und Bayern angesiedelt. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts war praktisch die Kolonisation in unserer Gegend beendet.

Die erste geschichtliche Erwähnung unseres Ortes geht auf die Jahre 1150-1160 zurück. In einer Urkunde Herzog Friedrichs II. von Österreich aus dem Jahre 1242, über die Stiftungsgüter der Prämonstratenser Chorherrn von Geras, scheint unter den Geschenken des Grafen Ulrich von Perneck bzw. seines Sohnes Ekbert, ein Weingarten zu Marquarts-torf auf. Die älteste direkte Nennung finden wir 1171 in einer Eintragung im Rentenbuch der Zisterzienserabtei Zwettl, derzufolge ein gewisser Truthlip dem Stift einen Weingarten zu Marquartsdorf schenkt. Die jeweilige Schreibweise reicht vom latinisierten Marquardi-villa (Dorf des Marquard) über Marquartstorf, Marquartsdorf bis Marchartsdorf. Da jedoch zusätzlich fast immer die Lagebezeichnung iuxta (neben, in der Nähe von Pulka aufscheint, handelt es sich unzweifelhaft um das heutige Obermarkersdorf.

Welche Bedeutung schon damals der Weinbau in unserem Ort hatte, zeigen uns die diversen Urkunden aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Wurde Markersdorf erwähnt, dann fast immer im Zusammenhang mit Schenkungen von Weingärten. Zur Errichtung eines Spitals in Zwettl unter Hadmar von Kuenring, als Seelengerät für die verstorbene Perchta von Playen - Hardeck oder für das persönliche Seelenheil eines Grafen zu Hardeck und Burggrafen zu Magdeburg. Selbst einige österreichische Landesfürsten scheinen ab Mitte des 13. Jahrhunderts als Besitzer von Weingärten auf.

Im Jahr 1357 verschreibt Berthold III. Burggraf von Maidburg und Graf zu Hardeck seiner Gattin Beatrix, geborene Herzogin von Schlesien und Fürstin von Liegnitz, unter anderen Orten auch den "Markt" Markersdorf. Daß unser Ort zu dieser Zeit bereits als Markt bezeichnet wird, zeigt, daß er als solcher galt und auch die entsprechende wirtschaftliche Bedeutung hatte.

1383 wurde Obermarkersdorf, ursprünglich kirchlich von Pulkau betreut, eigene Pfarre. In diesem Zusammenhang scheint urkundlich ein Graf von Schaunburg (auch Schaumburg) als Grundherr auf. Der Zeitpunkt des Baues der Pfarrkirche, ist historisch jedoch nicht belegbar. Zwischen Magius dem Pucher (1352) und Graf von Hardegg (1382) finden wir die Schaunburger auch als landesfürstliche Lehensträger im benachbarten Schrattenthal. Während der Hussitenkriege kam es abermals zu Einfällen aus dem Norden. Aus der ursprünglichen Lehre des Reformators Jan Hus (neben verschiedenen dogmatischen Forderungen kämpfte er gegen den Güterbesitz der Kirche, sowie die Verweltlichung von Klöstern und Geistlichkeit entstand in den Kreisen der radikalen Taboriten eine national -tschechische Bewegung, die alles was katholisch oder deutsch war, fanatisch verfolgte. Am St. Katharinentag (25. November) 1425 wurde Retz von den Hussiten eingenommen, wenige Tage später fielen Schrattenthal und Pulkau. Totschlag, Raub und Brandschatzung waren an der Tagesordnung. Die kleine Kosterneuburger Chronik berichtet von 6000 Gefangenen, darunter Graf Heinrich von Maidburg (Hardegg) welche gegen Prag geführt wurden, an die 8000 Mann sollen erschlagen worden sein und über 30 Kirchen zerstört; Weingärten und Felder verwüstet. 1431 kam es zum letzten größeren Raubzug der Hussiten in unserer Gegend.

Wagenburg
Wagenburg der Hussiten - aus einer zeitgenössischen Chronik

1436 tauschten die Brüder Heinrich und Bernhard von Grub, Markersdorf samt Banntai-ding (Dorfgerichtsbarkeit) und allen Wandeln gegen das im Besitz des Freiherrn Ulrich von Eizing befindliche Schloß und Haus Gilgenberg bei Dobersberg ein. Obermarkersdorf kam dadurch zur Grundherrschaft Schrattenthal, die damals schon zu den Lehen der Grafen von Hardegg gehörte.

Im Jahr 1469 kam es zu einem größeren Gütertausch zwischen Stephan Freiherr von Eizing und dem Schottenkloster zu Wien. Das Kirchenlehen in Obermarkersdorf ging an die Eizinger, welche eine Weltpriesterpfarre begründeten, die bis ins 20. Jahrhundert unter der Patronanz der Herrschaft, später der Grundeigentümer, von Schloß Schrattenthal stand.

Unter Martin von Eizing wurde Obermarkersdorf 1489. zum Markt erhoben, mit einem Jahrmarkt am Maria-Magdalenstag (gegeben Linz am 2. 11. 1489, Kaiser Friedrich III.). Im gleichen Jahr kam es durch marodierende Truppen des Ungarnkönigs Matthias Corvinus, zu Verwüstungen und Plünderungen in unserem Ort, selbst die neurenovierte Pfarrkirche wurde erheblich beschädigt.

Im Rahmen der Reformation, führte Christoph Freiherr von Eizing, von 1561 -1563 Lehensträger zu Schrattenthal, auch in Obermarkersdorf den Protestantsimus ein. Bei ihm als echten Katholiken, war es jedoch weniger die religiöse Überzeugung, als vielmehr eine Protesthandlung eines enttäuschten Vaters. Einer seiner Söhne, welcher Theologie studiert hatte, wurde nicht, wie vom Vater erwartet, zum Abt von Göttweig gewählt. Verschiedene Restriktionen als Folge des Bauernaufstandes von 1597, führten zu einem allgemeinen Verlust der verschiedensten Privilegien. 1601 wurde von Rudolph U. das Marktrecht Obermarkersdorfs neu bestätigt.

1618 begann der 30jährige Krieg. 1620 wurde die protestantische Armee bei Wartberg, Röschitz und Langenlois mehrfach geschlagen, worauf sie sich nach Böhmen zurückzog. Am weißen Berg bei Prag wurde sie von den kaiserlichen Truppen vernichtend besiegt. Bei einer von Kaiser Ferdinand II. angesetzten Erbhuldigung, der ein Großteil des Adels Folge leistete, blieben nur 15 hartnäckige Protestanten fern, darunter auch die Freiherren von Eizing. Sie wurden geächtet und ihre noch verbliebenen Besitzungen, darunter auch Obermarkersdorf, fielen an den Kaiser. Dieser übergab die Herrschaft Schrattenthal (mit Markersdorf) seiner Gemahlin Eleonora, welche sie wiederum ihrer Kammerfrau, Gräfin Oktavia von Strozzi zum Geschenk machte. Damit ging die fast zwei Jahrhunderte dauernde Herrschaft der Eizinger, welche auch in der Entwicklung Obermarkersdorf ihren Niederschlag fand, zu Ende. Die evangelische Pfarre und Schule wurden aufgelöst. (Entgegen der verschiedenen Auffassungen diverser Lokalhistoriker über die Schreibweise des Hauses Eizing, welche aus den unterschiedlichsten Formen der gotischen Schrift verursacht ist, halte ich an der aus spätmittelalterlichen und frühhochdeutchen Übertragungen gebräuchlichen Schreibweise -z- fest. Anmerkung d. Verfassers.)

Wiederbestätigung des Marktrechtes
Wiederbestätigung des Marktrechtes
durch Kaiser Karl VI. vom 23. 12. 1728,
unter Hinweis auf die ursprüngliche Markterhebung
durch Kaiser Friedrich III., vom 2. 11. 1489
  Im März des Jahres 1645 zogen die Schweden mit über 40.000 Mann durch unser Gebiet. Ihr Führer General Torstenson bezog für kurze Zeit in Schrattenthal Quartier. Die Felder und Weingärten wurden verwüstet und die Ortschaft geplündert und gebrandschatzt. Durch die Folgen des 30jährigen Krieges verarmte Obermarkersdorf derart, daß es sein Marktrecht an Pulkau verpfänden mußte. Auch die zweite Türkenbelagerung Wiens 1683, ging an Obermarkersdorf nicht spurlos vorbei. Versprengte Truppenteile, des für Wien bestimmten Entsatzheeres, plünderten wieder einmal unseren Ort.

Am 23. 12. 1728 wird das einst verpfändete Marktprivileg, durch Kaiser Karl VI., mit einem Jahrmarkt am St. Nikolaustag erneuert.

Im Verlauf des Siebenjährigen Krieges kamen 1742 die Preußen bis nach Retz. Strenge Rekrutierungen (auch in unserem Ort) führten zu Ernteausfall und Not, bedingt durch mangelnde Arbeitskraft.

1757 zerstörte eine gewaltige Feuersbrunst einen Großteil unseres Ortes. Sieben Tote waren zu beklagen, zahlreiche Häuser und die Kirche wurden ein Raub der Flammen.

Auch der zweite und dritte "Koalitionskrieg" warfen ihre Schatten auf unseren Ort. 1798 und 1805 zogen russische Hilfstruppen durch die Gegend, meist unter Mitnahme von allem was nicht niet- und nagelfest war. Im Frühjahr 1809 eröffnete Österreich die Offensive gegen Frankreich. Wieder durchzogen österreichische, russische und französische Truppen unseren Ort.

Schlußstein der im Jahr 1788 erweiterten Breitenmühle
Schlußstein der im Jahr 1788 erweiterten Breitenmühle,
nach der Kirche das nachweisbar älteste Gebäude Obermarkersdorfs

Das Jahr der Revolution 1848, verlief in unserer unmittelbaren Umgebung recht friedlich. Gerechte und vorausschauende Grundherren hatten daran einen wesentlichen Anteil. Die Untertanenlasten des Bauernstandes, Robot und Zehent, hatten endgültig aufgehört zu bestehen. Die Oberhoheit und Gerichtsbarkeit des Adels gingen an die neugegründeten Bezirksämter. Die Grundherrschaft der Besitzer von Schrattenthal war zu Ende. Langsam machte sich der wirtschaftliche Aufschwung des freien Bauerntums bemerkbar. Anfang unseres Jahrhunderts setzte eine rege Bautätigkeit ein. Das erweiterte Rathaus mit Feuerwehrdepot sowie das Gebäude der Milchgenossenschaft entstanden um diese Zeit. Die Schüsse von Sarajevo setzten all dem ein abruptes Ende. Die Männer wurden in des Kaisers Rock gesteckt - den Frauen und den Alten blieb es recht und schlecht überlassen, die Weingärten und Felder weiterzubestellen. 17 Obermarkersdorfer blieben auf dem "Feld der Ehre".

"Ländliche Idylle" zwischen zwei Weltkriegen
"Ländliche Idylle" zwischen zwei Weltkriegen

März 1938 - Osterreich wird zur Ostmark und das althistorische Land unter der Enns zum Gau Niederdonau. Noch ahnt niemand, welche Schrecken auf uns zukommen sollen. 1. 9. 1939 - das größte Schlachten der Geschichte nahm seinen Anfang. Langsam aber sicher, wurde auch unser Ort seiner Männer beraubt. Zuerst die Jungen und Gesunden zur Wehrmacht, später die ganz Jungen zur Hitlerjugend und die Alten zum Volkssturm. Übrig blieben die Kinder, die Frauen und die ganz Alten. Doch das Leben mußte weitergehen. Reichsnährstand und Gestapo sorgten "entsprechend" für die richtige Einbringung der Kontigente. Ein gutes Dutzend Anzeigen allein in unserem Ort, wegen Vergehens, später Verbrechens gegen die Versorgungsgesetze, sprechen Bände. Glücklicherweise kamen fast alle Beteiligten glimpflich davon. Dann kam das Ende, ein Ende mit Schrecken. Am frühen Morgen des 9. Mai 1945 rücken die ersten Rotarmisten gegen Obermarkersdorf vor. In unbegreiflicher Panik will Franz Wurst in die Weingärten fliehen. Eine Salve aus mehreren Karabinern setzt seinem Leben ein Ende. Tags darauf fällt Franz Czapka russischen Kugeln zum Opfer. Er ist das letzte Kriegsopfer unseres Ortes. Inzwischen feiern die gefangenen Fremdarbeiter ihre neugewonnene Freiheit mit Plünderung und Vergewaltigungen. Sehr bald jedoch sorgen die in Schrattenthal untergebrachten Offiziere einer Sanitätseinheit für Ruhe und Ordnung.

Die traurige Bilanz einer siebenjährigen Zugehörigkeit zu einem "Tausendjährigen Reich": 25 Obermarkersdorfer an der Front gefallen, 2 Tote im Zuge der Besetzung und 21 Vermißte sowie zahlreiche Verwundete. In Zahlen nicht ausdrückbar das Leid der Hinterbliebenen und der Kriegsgefangenen, die Schmach der Vergewaltigten und das Elend der Entrechteten.

Und trotz allem, es geht wieder aufwärts. Es ist ein gesunder, arbeitswilliger und optimistischer Menschenschlag, der in den alten Grenzmarken wohnt. Bereits 1947 wird zur Versorgung des Ortes und der Kellergasse zur Mühle eine Wasserversorgungsanlage errichtet. Die Schäden der letzten Kriegstage sind behoben. Die Landwirtschaft hat einen großen Nachholbedarf in Sachen "Hunger" zu befriedigen.

Mai 1955 - Österreich ist wieder frei. Was gibt es schöneres für einen freien Bauernstand, als für freie Bürger zu sorgen. Schön langsam zieht der Wohlstand auch wieder in unsere Gemeinde ein. Neue Kirchenfenster werden gespendet, die wunderbare Jeßwanger-Orgel renoviert und 1960 der letzte Teil unseres Ortes, die Rosenau, ans Wassernetz angeschlossen.

1969 kommt es zur Zusammenlegung der Orte Obermarkersdorf, Schrattenthal und Waitzendorf zur Großgemeinde Stadt Schrattenthal. 1972 wird mit den Kanalisationsarbeiten begonnen, die 1974 mit dem Bau der Kläranlage beendet werden.

e.b.c

 


Obermarkersdorf 1989

Aus seiner Agrarstruktur her kann Obermarkersdorf, wie schon vor tausend Jahren, ais typisch niederösterreichische Weinbaugemeinde eingeordnet werden. 263,33 ha Weingärten (l 986), stehen 384,72 ha Ackerland gegenüber, hiezu kommen 744,55 ha Wald. Seit dem schwachen Weinjahr 1986 (588.288 1) ging die Ertragsfläche der Weingärten auf 233,44ha (1988) zurück, trotzdem wurden 1988 laut Statistik l,081,8231 Wein gekeltert. 69 Landwirtschaftliche Betriebe sind um die Bodennutzung bemüht, hievon sind 21 so genannte Nebenerwerbs-Landwirte. Die Viehzählung 1987 brachte folgende Ergebnisse: 3 Pferde, 150 Schweine, l Ziege und 203 Hühner; Rinder gibt es bei uns schon seit Jahren keine mehr.

Eine gute Infrastruktur trug dazu bei, daß im Vergleich zu anderen Grenzlandgemeinden in unserem Ort eine sehr geringe Abwanderungsquote zu verzeichnen war. Den 501 Einwohnern (1989), davon 97 Zweitwohnungsbesitzer (einerseits zugezogene Großstädter, andererseits weggezogene Obermarkersdorfer, die sich ein heimatliches Refugium bewahrt haben), stehen folgende Einrichtungen zur Verfügung: Landeskindergarten, Sparkasse, Postamt, Gemeindeamt der Großgemeinde Stadt Schrattenthal; Ortswasserleitung, Kanalisation mit eigener Kläranlage und eine ausreichende Anzahl von Telefonanschlüssen. Auch die Verkehrsverbindungen zu den verschiedenen Schulorten sind einigermaßen akzeptabel (ausgenommen die Rundreise in die Schul- und Bezirksstadt Hollabrunn). Für die Sportbegeisterten gibt es eine Freizeitanlage mit Tennisplätzen, einem Fußballfeld und einem Kinderspielplatz.

Zwei Kaufhäuser sorgen für die Nahversorgung, auch drei Gewerbebetriebe sind in Obermarkersdorf gemeldet. Ein permanenter "Heuriger" mit Gasthauskonzession sowie ein am Wochenende geöffneter Buschenschank sind um das leibliche Wohl der Gäste bemüht.

Von den 168 registrierten Baulichkeiten sind 21 im Eigentum von Zweitwohnbesitzern, 17 sind unbewohnt. 88 unserer 501 Einwohner sind Pensionisten bzw. Rentner. 108 Obermarkersdorfer sind unselbständig tätig, davon pendeln 33 innerhalb des Bezirkes, während 46 Pendler außerhalb des Bezirkes, überwiegend in Wien, beschäftigt sind.

Aus den angeführten Zahlen kann man ersehen, daß auch in einer so genannten Krisenregion (Grenzland) nicht alles negativ sein muß. Eine mit Überlegung agierende Gemeindeverwaltung, ein wenig Zutun der Landesregierung, ganz besonders aber die Liebe der Bevölkerung zu ihrer engsten Heimat, lassen uns die Hoffnung, daß dereinst, genauso wie wir heuer des fünfhundertsten Jahres unserer Markterhebung gedenken, unsere Ur- ur-... Enkel mit der gleichen Begeisterung die nächsten Zentenarien als OBERMARKERSDORFER feiern können.

e.b.c

 

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